Anastasia Kiefer ist Gründerin und Kreativdirektorin von Anastasia Kiefer Couture. Die gebürtige Moskauerin entwarf schon ihr ganzes Leben lang edle Kleider: zuerst nur für sich und ihre Familie, dann auch für gute Freundinnen. An ihren Auftritten an Bällen und Charity-Anlässen im eigenen Design zog sie damit die Blicke und die Aufmerksamkeit vieler auf sich. Dies löste eine grosse Nachfrage nach ihren Kleidern aus. Ihr persönliches Umfeld motivierte Anastasia Kiefer schliesslich dazu, den grossen Schritt zu wagen und professionell ins Modebusiness einzusteigen. Im Sommer 2016 gründete die begabte Modedesignerin ihr eigenes Label Anastasia Kiefer Couture.

Den Einstieg in ihre Modedesign-Karriere startete Anastasia Kiefer zwar mit Kleidern als Couture-Unikate, aber schon bald entwarf sie auch eine Prêt-à-porter-Linie. Hergestellt werden ihre Designstücke in Norditalien. Dieses auf exklusive Mode spezialisierte Unternehmen arbeitete unter anderem für die renommierten Marken wie Dolce & Gabbana, Moncler oder Loro Piana.

Anastasia Kiefer Couture bedeutet aber nicht nur exklusives Design, sondern auch edelste Materialien. Für ihre Kleidung verwendet die Modedesignerin kostbare Stoffe wie Duchessesatin, Chiffon, Organza, Samt oder Spitze aus vorwiegend hochwertigen natürlichen Fasern wie Seide oder Kaschmir. Jedes ihrer Kleidungsstücke stellt deshalb von der Kreation über die Wahl des Stoffes bis zur Produktion ein Kunstwerk dar.

 

Showroom und Atelier im Herzen der Zürcher Altstadt

Im November 2016 eröffnete Anastasia Kiefer Couture einen Showroom mit Atelier im Herzen der Zürcher Altstadt, am Rennweg 12. Dort entstehen ihre Modelle und gehen anschliessend zur Prêt-à-porter-Produktion nach Italien. Anastasia Kiefer Couture ist aber nach wie vor auch auf massgeschneiderte Couture spezialisiert.

Seit ihrer Jugend betätigt sich Anastasia Kiefer künstlerisch, zuerst als Zeichnerin und Malerin und später auch als Modedesignerin. Ihre Arbeiten wurden auch an Kunstausstellungen präsentiert und waren in Galerien in Zürich zu sehen.

Schweizer Prominente wie die Miss Schweiz 2015 Laetitia Guarino oder die Schweizer Eiskunstläuferin und Europameisterin 2011 Sarah Meier tragen oft und gerne Kleider und Roben von Anastasia Kiefer Couture. Nach Martina Hingis konnte sie dieses Jahr auch die weltbekannte Schauspielerin Nastassja Kinski (anlässlich der #bmqawards) einkleiden. 

INTERVIEW:

1. Was war deine Motivation, 2016 ein eigenes Label zu gründen?

Die Motivation entstand aus einem Bedürfnis, spezielle Kleider in meinem Kleiderschrank zu haben, die niemand sonst hat. Ich konnte sie nirgendwo finden, die Ansprüche und Erwartungen waren gross. Ausserdem, war meine Zeit mir immer sehr wertvoll. Monatelang ein Kleid zu suchen und danach sich für etwas entscheiden, was doch nicht perfekt war, machte für mich keinen Sinn. Gleichzeitig wusste ich eigentlich immer ganz genau, was ich wollte und zwar bis ins letzte Detail. Mit der Zeit habe ich verstanden, dass das Traumkleid für mich nicht existierte. Ich musste es selber kreieren.

2. Was ist der schwerste Part an deinem Beruf?

Es existieren leider keine leichten Berufe. Auch diejenigen, die als prestigeträchtig oder glamourös gelten, haben ihre Schattenseiten. Unser Brand ist noch sehr jung, ich musste am Anfang viele Jobs alleine erledigen. Das war nicht einfach. Du musst die Aufgaben machen, unabhängig davon, ob du gut daran bist oder nicht, auch solche, die du überhaupt nicht gerne machst. Für mich war es, zum Beispiel, die Administration. Einen Künstler in ein Korsett der Excel-Tabellen zu zwingen… Später, mit der Entwicklung der Firma übernehmen diese Aufgaben Spezialisten, die das gut können, und das ist auch gut so.

3. Du entwirfst ja bekanntlich Kleider. Kannst du auch selber nähen?

Nein, zum Glück nicht! Ich glaube, das würde die Kreativität negativ beeinflussen und ausserdem würde ich dann noch länger täglich im Atelier bleiben, als die üblichen zwölf Stunden.

4. Beschreibe uns dein Traumkleid, by Anastasia Kiefer Couture. Wie sieht dieses aus?

Wenn meine Kundinnen in einem „Anastasia-Kleid“ den Raum betreten, stehen sie immer im Mittelpunkt. Ein „Anastasia-Kleid“ kann opulent oder schlicht und elegant sein, aber eins verbindet sie alle: sie machen die Frau, die sie trägt, atemberaubend schön, sie verwandeln sie in ein Märchenwesen. Die Aufmerksamkeit ist ihr garantiert.

5. Woher beziehst du die Stoffe?

Die Stoffe kommen von überall. Wir arbeiten mit den besten Stoffproduzenten weltweit und sind stets auf der Suche nach den neuen.

6. Wo holst du deine Inspiration für deine Designs?

Ich bin als Künstlerin ein sehr sensibler Mensch. Und bin sehr empfänglich für alles Schöne. Viele Inspirationen sind meine Erlebnisse und Eindrücke aus der Kindheit, andere kommen von der Natur, Ballett, Poesie, Musik. Wenn ich Couture-Kleider nach Mass mache, bin ich immer von der Schönheit meiner Kundinnen inspiriert. Von ihren natürlichen Farben und Formen.

7. Hast du eine Muse?

Meine Musen sind meine Kundinnen. Auch prominente Damen, die ich einkleide. Als ich, zum Beispiel, ein Kleid für die Schweizer Bloggerin und Jungschauspielerin Zoë Pastelle für den Kispiball machte, war es ursprünglich als Einzelstück gedacht und speziell für sie angefertigt. Die Farben vom Kleid sollten zu den grünen Augen von Zoë passen. Als das Kleid dann fertig war, ist es so schön geworden, dass ich mich entschieden habe, es in die Kollektion aufzunehmen.

 8. Welcher ist dein aktueller Lieblingsdesigner / deine aktuelle Lieblingsdesignerin?

Meine Lieblingsdesignerin ist, natürlich, Anastasia Kiefer. Einer meiner Vorbilder ist Christian Dior. Er war, meiner Meinung nach, einer der grössten Designers überhaupt. Viele Kleider, die er kreierte, sind Meisterwerke.

9. An welcher Fashionshow würdest du gerne deine Kleider zeigen?

Das Ziel und Traum jedes Couturiers ist, natürlich, Paris. Aber ich habe sowieso ein spezielles Verhältnis zu dieser Stadt. Sie ist eine meiner Lieblingsstädte. Jedes Mal, wenn ich nach Paris komme, fühle ich mich dort sehr wohl. Ich liebe alles an Paris: die Sprache, die Menschen, die Architektur, die Geschichte. Sie ist „meine“ Stadt.

10. Welchen Star (Promi) möchtest du unbedingt für eine Awardshow einkleiden?

Es sind vor allem meine Lieblingsschauspielerinnen und Sängerinnen wie, zum Beispiel, Julia Roberts, Monica Bellucci oder Jennifer Lopez.

11. Wie wichtig ist SocialMedia für dich und dein Unternehmen?

Man darf Social Media nicht unterschätzen. Ich war privat für eine lange Zeit kein Fan von Social Media, hatte als eine der wenigsten nicht einmal ein Facebook Account. Bis ich merkte, dass für ein Unternehmen in Sachen Werbung Social Media unerlässlich ist. 

12. Welches Ziel möchtest du bis Ende Jahr noch erreichen?

Es gibt so viele Ziele, dass wenn ich sie aufliste, würde es den Rahmen dieses Interview sprengen. 

13. Und noch zum Schluss: Was muss eine Frau unbedingt im Kleiderschrank haben?

Frauen kleiden sich in ihrer Freizeit aus zwei Gründen: um Männern zu gefallen und von den anderen Frauen bewundert zu werden. Das sind übrigens zwei absolut verschiedene Stilrichtungen! Die meisten Frauen realisieren es nicht und machen es unbewusst. Es heisst fast immer: „Ich kleide mich nur für mich selber. Ich will nur mir gefallen.“ Wie auch immer, würde ich für ein gelungenes Date empfehlen, immer ein kleines schwarzes Spitzenkleid im Schrank zu haben. Und für die Freundinnen – etwas Farbiges, Verrücktes und Ausgefallenes.