Anouk Dutruit ist zusammen mit zwei Brüdern in einem waadtländischen Dorf unweit von Nyon aufgewachsen, ihre Mutter ist Spanierin, der Vater Schweizer. Dies erklärt nicht nur ihr Talent für Sprachen, sondern auch ihr Temperament. Von den Angehörigen wird sie oft als „feurig, aber präzise“ bezeichnet. Nach dem Gymnasium reist sie, auf Selbstsuche, einige Zeit durch Europa.

Das Schauspielern war stets in ihrem Hinterkopf, aus dem einfachen Grund, dass sie den Alltag als unangenehme Bühne empfand (eine, wo das Publikum weniger interessiert war, die Realität zu sehen und zu erfahren, als seine eigenen Vorstellungen und wünschenswerte Verhaltensweisen aufzuoktroyieren). Sie hoffte, dass der Beruf, trotz seiner inhärenten künstlichen Bedingungen, mehr organische und wahrheitstreue Interaktionen ermöglichen würde. Dennoch hielt sie erstmals der äussere Druck davon ab, die Schauspielkunst zu erlernen. Sie meldet sich für ein Jus-Studium an. Im Alter von 21 hatte sie zwei Abschlüsse in Rechtswissenschaften im Sack, einen vom Kings College in London und einen von der Sorbonne in Paris. Unzufrieden mit den Gegebenheiten entscheidet sie sich nach New York zu fliegen, um endlich ihren Traum zu verfolgen und um sich am Neighborhood Playhouse, eine von Stanford Meisner gegründete Schauspielschule, auszubilden. Hier studierten unter anderem Robert Duvall, Connie Britton, Steve McQueen und Sydney Pollack. Daneben machte sie die Anwaltsprüfung in New York und konnte als Rechtsanwältin im US-Bundesstaat New York ihr Brot verdienen während sie ihrem Traum verfolgte.

Dank der Beherrschung von Französisch, Englisch und Spanisch sowie Anfängerkenntnisse in Deutsch und Russisch standen ihr ein grosses Repertoire an Akzenten zur Verfügung, die sie bis heute in ihren Rollen verwendet. Sie hat in zahlreichen Spiel- und Kurzfilmen, Werbespots und Off-Off-Broadway gespielt. Im Jahr 2013 erhielt sie am Richmond International Film Festival den Award in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ für ihre Leistung als Aurore Goodman, einer ringenden bipolaren Frau, im Film „Three Sessions“.

Zuletzt spielte sie die Titelfigur im Stück „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen mit der Lucerne World Theater Company im Grand Hotel National. Zurzeit kann man sie in der fünften Saison, Episode 20 der amerikanischen TV-Serie „Blue Bloods“ sehen, wo sie eine polnische Mutter porträtiert und neben Donnie Wahlberg (ehemaliges Mitglied der Band New Kids On The Blocks und Bruder Mark Wahlberg) steht. Ihre Filme sind auf Netflix und Amazon Plus zu sehen und ihre Stimme ist, u.a. im Videospiel GTA V (Grand Theft Auto V), wo sie den Charakter Maria darstellt, zu hören.

Anouk ist bereit, um über Kontinente hinweg zu spielen und ihre Sensibilität sowie ihr präzises Feuer auf die Bühne und die Bildschirme einzubringen.