Michael Müller aus Kottwil (LU) arbeitet als Dachdecker und ist Mitglied beim Schwingclub Wiggertal. Seine grössten Erfolge im Schwingen sind: Kranzgewinn am Innerschweizer Schwingfest 2015 in Seedorf, 8 Gänge absolviert am Eidgenössischen 2016 in Estavayer-le-Lac, Schlussgangteilnahme Schwarzenberg-Schwinget 2015, Co-Sieger Regionalfest La Cuisiniere 2015.

 

PHOTO: Dario Zimmerli

1. Welches kurzfristige Ziel möchtest du als Schwinger erreichen?

In erster Linie möchte ich unfallfrei durch die Saison kommen. Danach strebe ich diverse Kranzgewinne an wie z. B. am Kantonalen- oder Innerschweizerschwingfest.

2. Gab es etwas Spezielles bei deiner Vorbereitung vor dem „Eidgenössischen“?

Neben den sehr häufigen und anstrengenden Schwing- und Fitnesstrainings gab es auch mentale Vorbereitungen.

3. Ist es einfacher gegen grosse oder kleine Gegner zu schwingen?

Einfach ist es nie! Es hat beidews Vor- und Nachteile! Es braucht List, Schnelligkeit und eine Entschlossenheit für einen Sieg.

 

4. Was war deine schlimmste Verletzung?

Bis jetzt konnte mich nur ein Arbeitsunfall vom Schwingen hindern, welchen ich 2013 mit einem Sturz vom Dach erlitt.

5. Warum denkst du, boomt der Schwingsport momentan?

Der ganze Sport wurde in kürzester Zeit viel athletischer und intressanter. Seit die Spitzenschwinger 6-7 Mal pro Woche trainieren, wurde der Konkurenzkampf sehr gross und dadurch auch intressanter für die Zuschauer.

6. Hat sich das Klima unter den Schwingern verändert dadurch, dass diejenigen an der Spitze etwas verdienen und die anderen nicht?

Ich denke nicht! Der Schwingsport ist aus meiner Sicht ein Hobby und nicht der Beruf. Im Sägemehl sind wir Gegner, ausserhalb Freunde und Familie.