In der letzten Kolumne habe ich über mich und meine Geschichte geschrieben. Nun möchte ich etwas über meine Erfahrungen im Bereich Ernährung und Training erzählen. Viele fragen mich, wie ich es geschafft habe, einen durchtrainierten Körper zu bekommen. Ausschlaggebend ist für mich die richtige Balance zwischen einer gesunden, ausgewogenen Ernährung und dem dazu passenden Training. Wichtig ist jedoch, was für „dich“ die richtige Ernährung und das richtige Training ist, damit „du“ deine Ziele erreichen kannst. Ich habe lange gebraucht, bis ich herausgefunden habe, was für mich gut ist. Jeder Körper arbeitet nämlich anders.

Das faszinierende am Training ist, dass man den Körper gezielt formen kann. Mit Disziplin, Durchhaltevermögen und Wissen, kann jeder seinen Traumkörper haben. Neben dem richtigen Training stellt der richtige Ernährungsplan eine unabdingbare Voraussetzung dar. Da Sportler sehr viel schwitzen und damit auch wichtige Nähr- und Mineralstoffe verloren gehen, muss im Ernährungsplan zwingend darauf geachtet und gegebenenfalls auch mit Supplements nachgeholfen werden. Dazu zählen Vitamine, Mineralien, Glutamin, Protein und verzweigte Aminosäuren. Dies (richtig dosiert) gibt Kraft für ein engagiertes Training. 

Eine gesunde Ernährung besteht aus gesunden Fettquellen, Kohlenhydraten und Proteinen. Die Einnahmemenge, hängt vom Alter, Gewicht, Beruf und den Zielen ab. Auch eine allfällige Diät muss gut durchdacht sein. Mit einer Kombination von High Carb, Low Carb und No Carb Phasen bekommt man die notwendige Carbo-Energiezufuhr und die erforderlichen Muskelbausteine in Form von Proteinen. Dies kombiniert mit gesunden Fetten hilft dabei den eingeschlafenen Stoffwechsel wieder in Gang zu bringen und gleichzeitig die Fettverbrennung zu aktivieren.

Nun zum Training: Die Ernährung stellt zwar einen wichtigen Bestandteil dar, doch nur damit wird man die Ziele nicht erreichen können. Beim Krafttraining haben immer noch viele Mädels Angst mit hohen Gewichten zu trainieren, mit den Argumenten, dass sie nicht wie eine weibliche Version von Arnold Schwarzenegger aussehen möchten oder dass sie ja abnehmen möchten und nicht an Muskeln zunehmen wollen. Es ist bei Frauen genetisch gar nicht möglich, so extrem muskulös zu werden. Der Frauenkörper produziert viel zu wenig Testosteron, um derart viel Muskelmasse aufbauen zu können. Ausserdem verbrennt man in der Regel beim Krafttraining mehr Fett wie beim Cardiotraining. Beim Cardiotraining verbrennt der Körper nur in dem Moment ein paar Kalorien. Die Muskeln verbrennen Tag und Nacht Kalorien, da sie durchblutet werden und auf Körpertemperatur bleiben müssen. Also Mädels, auch wenn ihr abnehmen wollt, trainiert eure Muskeln und erhöht die Gewichte. Denn wer mehr Muskeln hat, verbrennt automatisch mehr Fett. 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Ausdauer gut für das Herz und die die Kondition ist und die Fettverbrennung anregt. Was viele aber nicht wissen, Fett kann nur im Ruhezustand verbrannt werden. Das heisst, wenn du zu viel trainierst und dein Körper sich nicht regenerieren kann, dann passiert genau das Gegenteil und alles was du isst, verwandelt sich in Fett. Da sich der menschliche Körper extrem gut anpassen kann, muss man sein Training im Studio intensiv und abwechslungsreich gestalten und sollte das Gewicht, welches man bewegt, stetig erhöhen, da der Muskel sich sonst an die Belastung gewöhnt und keinen Grund darin sieht zu wachsen. Das Training sollte nach ca. 10 Wochen komplett angepasst werden. Innerhalb dieser 10 Wochen kann man mit verschiedenen Intensitätstechniken arbeiten (Supersets, Superslow, Dropsets etc.). Grundübungen dürfen auf keinen Fall in deinem Trainingsplan fehlen. Komplexe Grundübungen wie das Kreuzheben oder die Kniebeugen sind in vielerlei Hinsicht den Maschinen mit ihren isolierenden Bewegungsabläufen überlegen. Bei diesen Übungen werden nämlich sehr viele Muskelgruppen auf einmal trainiert! 

Das Krafttraining beschleunigt deinen Stoffwechsel, regt die Fettverbrennung an, strafft deinen Körper und du wirst schon bald Fortschritte sehen. Worauf es ankommt, ist dass du eine gewisse Konstante an den Tag legst. Du musst einfach jeden Tag etwas dafür tun, damit du deine Ziele erreichst. Nur wer immer ein Ziel vor Augen hat, wird auch auf dem richtigen Weg bleiben!