Am Donnerstag, den 12.03.2020, beginnt unser 3-tägiger Ausflug nach Gstaad. Wir fahren von Luzern los, machen einen kurzen Halt im BMQ Media-Atelier in Zürich und fahren dann direkt auf die Autobahn Richtung Bern/Interlaken. Das Navi zeigt an, dass wir das Ziel in 3 Stunden und 40 Minuten erreichen werden. Zum guten Glück haben wir keinen grossen Verkehr und erreichen Gstaad um 15.45. Bei der Einfahrt trifft man auf eine harmonische Landschaft mit fünf attraktiven Seitentälern, viel Wald, Grünflächen, Bäche und Seen mit voralpiner Prägung. Die westlichen Berner Alpen mit Bergen und Gletschern bis 3’300 m ü. M. sorgen für einen imposanten Talhintergrund. Nachdem wir den Dorfkern passiert haben, fahren wir hoch Richtung Oberbort und treffen auf den Wegweiser zu unserem Ziel: «The Alpina Gstaad». Es ist 16.00 Uhr und wir fahren in einen Tunnel, welcher uns unterirdisch zum futuristischen Eingang des Hotels führt. Der Concierge nimmt unseren Autoschlüssel entgegen und begleitet uns zum Empfang. Nach dem Check-In werden wir von Christin Schmiedke (Communications Manager) und Tim Weiland (General Manager) begrüsst.Anschliessend wird uns das Zimmer gezeigt, welches wir für die nächsten 2 Nächte beziehen können. Es handelt sich um eine Junior-Suite: das grosse Schlafzimmer geht in einen Lounge- und Essbereich über, bodentiefe Fenster, Kamin, separate Dusche und Badewanne. Die grösse der Suite: 63m².
Das «The Alpina Gstaad» verfügt insgesamt über 56 Zimmer (25x Deluxe-Zimmer, 14x Junior-Suiten, 8x Deluxe-Suiten, 7x Grand-Luxe-Suiten, 1x Chalet Suite und 1x Panorama-Suite). Als wir unser Gepäck in der Junior-Suite wieder vorfinden, packen wir unsere Sachen aus und erkunden das Zimmer. Die Junior-Suite verfügt über ein sehr modernes Design mit einem nostalgischen Touch und dem typischen alpinem Chic. Die Decken mit klassischen Schnitzereien, die holzverkleideten Wände, sowie Schränke und Kommoden sind an den schweizerischen Landhausstil angelehnt. Was uns besonders auffällt, sind die Leuchten neben dem Bett: zwei grosse Lampen im Kuhglockendesign hängen an ledernden Kuhglocken-Gürtel runter.  Weiter haben wir festgestellt, dass man im «The Alpina Gstaad» grossen Wert auf die Umwelt legt. So gibt es im Zimmer kein Plastik, wie z.B. die kleinportionierten Shampoos. Die Seife oder das Shampoo entnimmt man aus einem wieder auffüllbaren Spender. Weiter versucht man auch Nahrungsmittelabfälle zu reduzieren und setzt im Spa Bereich nur tierversuchsfreie Produkte ein.

Wir beschliessen selber einen kleinen Rundgang durch die Hotelanlage zu machen und beenden diesen an der Alpina Lounge & Bar, wo uns Andrea Bacilieri begrüsst und in die Welt der Cocktails aus exquisiten Spirituosen entführt. So testen wir diverse Drinks und landen am Schluss bei den Klassikern wie dem #whiterussian und dem #americano. Um 19.00 Uhr treffen wir Christin Schmiedke, welche uns auf einen detaillierten Rundgang durch die Hotelanlage mitnimmt. Da wir uns bereits in der Lobby befinden, starten wir bei der Haupttreppe und schauen rauf zur Decke, welche aus antiken Holzstücken besteht. Leider können aber weder der Händler noch die Restaurierungsexperten den Ursprung der Decke zurückverfolgen. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um Material aus Südeuropa aus der Spätbarockzeit.
Weiter treffen wir auf ein Aquarium (Pierre Huyghe), in welchem sich mit Ausnahme eines Fisches nur blinde Fische befinden. Diese Art von Fischen lebt in tiefen Gewässern, weshalb sie nicht sehen können. Gleich daneben werden wir auf zwei imposante Gemälde aufmerksam. Später werden wir noch auf weitere Kunstwerke antreffen, denn die Hotelanlage beherbergt ihre eigene permanent-installierte Kunstsammlung. Diese enthält Werke von vielen der aufstrebenden Künstler des 21. Jahrhunderts. Das «The Alpina Gstaad» möchte eine globale Plattform für Kreativität, Kultur und Innovation sein.

Gemälde von Roy Nachum

Nach 30 Minuten geht es weiter runter in das 2. Untergeschoss, wo sich u.a. auch ein Hort für Kinder und ein grosser Saal befinden. Den Saal mit grosser Leinwand, kann man sowohl für Filmvorführungen als auch für Privatanlässe buchen.Der Rundgang führt uns weiter in die oberen Etagen, wo uns Christin Schmiedke die «Cigar Lounge», bzw. «Little Havanna» zeigt. Das Designteam wurde vor der Planungsphase nach Havanna geflogen, um sich von den dortigen Einflüssen inspirieren zu lassen. Schliesslich will man mit der Zigarrenlounge das Feeling und die Eindrücke aus Havanna weitertransportieren.Bevor die Führung sich dem Ende neigt, zeigt uns Christin Schmiedke noch die drei Restaurants und die Vinothek mit der wunderbaren Weinsammlung. Danach verabschieden wir uns und begeben uns um 21.00 Uhr zum Dinner im Restaurant Sommet. Das Restaurant Sommet wurde mit 1 Michelin-Stern und 18 Gault Millau Punkten bewertet. Es bietet Kulinarik auf der Grundlage der französischen Küche mit lokalen regionalen Zutaten aus dem Saanenland. Küchenchef Martin Göschel serviert eine abwechslungsreiche Speisekarte und hebt diese mit lokalen Produkten hervor.Unser 4-Gang-Menü an diesem Abend stellt sich wie folgt zusammen:

1. Gang: Carpaccio of lobster with Imperial caviar
2. Gang: Warm Cassollette of young grilled vegetable with an elderflowers flavour
3. Gang: Martin Göschel’s beef roll with Périgord truffles & pappardelles
4. Gang: The Hazelnut: Hazelnut Chantilly Caramel Apricot Sorbet Périgord

Neben den sehr freundlichen Angestellten, hat uns die Atmosphäre im Restaurant sehr gefallen. Wir haben uns wohl gefühlt und der Service war auf einem hohen Niveau. Beim 4-Gang-Menü haben uns besonders das «Martin Göschel’s beef roll» und das Dessert «The Hazelnut» sehr gefallen.Nach dem Essen wollten wir zwar wieder rauf in unsere Junior-Suite um weiter zu arbeiten, konnten aber dem Ruf der Alpina Lounge & Bar nicht widerstehen. Also haben wir uns wieder an die Bar gesetzt und uns von Andrea Bacilieri weitere neue Cocktails zeigen lassen.Am nächsten Tag (Freitag, 13.03.2020) gibt es um 09.00 Uhr das Frühstück im Restaurant Sommet. Das Frühstück im Restaurant ist grossartig. Die Früchte sind alle frisch, die Säfte werden vor Ort frisch gepresst und alles geschieht auf höchstem Niveau. Obwohl das Buffet nicht besonders riesig ist, verfügt es doch über eine ausgezeichnete Auswahl an frischen und qualitativ hochstehenden Produkten. Nach dem Frühstück melden wir uns beim Concierge, welcher uns mit einem Tesla Model X zu unserer nächsten Reisedestination fährt. Ein Besuch der Käsegrotte in Bissen steht auf dem Programm. In Bissen angekommen, erhalten wir eine kleine Führung, welche von der Gstaad Marketing GmbH organisiert wurde. Wir lernen zwei echte Berner Oberländer kennen: den Berner Alpkäse und den Berner Hobelkäse. Der Berner Alpkäse AOP wird ausschliesslich aus natürlicher, roher Alpmilch in Handarbeit hergestellt.

Hinweis: Ein Käse darf die Bezeichnung «Alpkäse» nämlich nur tragen, wenn die Milchproduktion und die Verkäsung auf der Alp stattfinden.

Bevor wir aber das Lager der 3’000 Käselaibe sehen können, müssen wir zwei Ebenen durch eine steile Treppe runtersteigen. Unten angekommen treffen wir auf ca. 30 Tonnen Alpen-Käse. Die «Käsegrotte» befindet sich in einem ehemaligen Wasserreservoir, welche für die Lagerung im Winterbetrieb bestens geeignet ist. Schliesslich hat man damals, als der Wassertank gebaut wurde, die Wintertemperaturen (Gefrierpunkt) berücksichtigen müssen. Momentan werden ca. 3’000 Käselaibe zwischengelagert. Gewisse reifen bereits über 1 Jahr lang bis sie später zum Hobelkäse verarbeitet werden. Speziell am Lager ist, dass alle Käselaibe von Bauern angeliefert werden, deren Bauernhöfe (inkl. Landflächen) sich noch in ihrem Privatbesitz befinden.Als die Besichtigungstour in der Käsegrotte fertig war, kehren wir wieder ins Hotel zurück. Im Hotel angekommen haben wir uns gleich in den Gym-Bereich begeben. Die Geräte inkl. Freihanteln im Gym stammen von Technogym. Weiter gibt es auch einen zweiten Raum für Gruppentraining und TRX-Training. Nachdem einer intensiven Trainingseinheit an den Geräten stand der Indoorpool auf dem Programm.Die Zeit verging sehr schnell und schon folgte der nächste Termin. Dieses Mal treffen wir Tim Weiland auf einen Drink in der Alpina Bar und tauschen uns in einem sehr interessanten Gespräch mit ihm aus. Wir erfahren bei dieser Gelegenheit auch mehr über seinen persönlichen Werdegang. Auf die Frage, was denn sein Lieblingsort im Hotel ist antwortet er: «Das Swiss Stübli! Wenn man dieses Restaurant betritt, fühlt man das behagliche Ambiente. Die einladende und gemütliche Atmosphäre verkörpert alpines Lebensgefühl. Zum Essen gibt es klassische und traditionelle Gerichte aus allen Landesteilen der Schweiz».Das Gespräch liess uns die Zeit vergessen, so dass wir unseren reservierten Tisch zum Dinner (im Megu Restaurant) über 30 Minuten lang warten lassen mussten. Ein Szenario, das man sich in der Hochsaison überhaupt nicht vorstellen kann. Alle drei Restaurants sind bei den Gästen derart beliebt, dass man zur Hauptsaison schon sehr früh reservieren muss, um überhaupt noch einen Tisch zu bekommen.Tim Weiland verabschiedet sich von uns und begrüsst die nächsten Gäste. Im Megu angekommen, wird uns das heutige Menü präsentiert. Das Megu wurde mit 1 Michelin-Stern und 16 Gault Millau Punkten bewertet. Mit 16 von 20 Punkten hat der Gault Millau das Megu zum besten asiatischen Restaurant der Schweiz gekürt. Bei der Einrichtung des Restaurants hat sich Designer Noé Duchaufour-Lawrance von den Tempeln Kyotos und traditionellen japanischen Häusern inspirieren lassen. Antike Kimonos, alpine Nadelhölzer, Holztrennwände und entsprechende Farbakzente sorgen für asiatisches Flair.

Unser 4-Gang-Menü am zweiten Abend stellt sich wie folgt zusammen:

1. Gang: Crispy asparagus crumbed with Japanese rice crackers, chili and lemon & crispy Kanzuri shrimps
2. Gang: Selection of sushi and sashimi & akadashi miso
3. Gang: Kagero Wagyu beef steak
4. Gang: Omakase Dessert

Auch hier hat uns die Atmosphäre im Restaurant sehr gefallen. Wir haben uns wohl gefühlt und der Service war auf einem hohen Niveau. Beim 4-Gang-Menü hat uns das «Kagero Wagyu beef Steak» sehr gefallen.

Hinweis zu Wagyu und Kobe: Wagyu ist japanisch und bedeutet übersetzt “japanisches Fleisch”. Diese Rinderrasse (auch Tajima-Rinder genannt) hat ihren Ursprung in Japan. Kobe ist nichts anderes als Wagyu mit geschützter Herkunftsbezeichnung. Unser Wagyu hat die Klassifizierung A3. Die Bezeichnung A steht für die Fleisch-Karkassen Ratio, welche mind. 72% betragen muss. Die Ziffer 3 steht für den Beef Marbling Standard, sprich Marmorierungsgrad. Klasse 3 steht für gut, Klasse 5 für Spitzenklasse.

Chefkoch Tetsujiro Ogata hat sich nach Auskunft der Servicemitarbeiterin absichtlich für die Klasse 3 entschieden. Erfahrungsgemäss haben viele Menschen in Europa Mühe mit einer Klasse 4 oder 5. Das zarte feine Stück Fleisch wird durch eine kleine Showeinlage «Flame-Show» erhitzt und auf einen Hotstone serviert.Nach dem Essen folgte der obligatorische Halt in der Alpina Lounge & Bar. Hier dürfen wir erleben, was uns Tim Weiland im vorherigen Gespräch über die Gäste und die Stimmung des Hotels erklärt hat. Das Klientel ist bunt durchmischt und sehr entspannt: wir treffen auf Menschen im Anzug und Abendkleid, welche neben einer Gruppe sitzt, die sich im Freizeitlook mit Jeans und Hoodie in die Alpina Lounge & Bar breit gemacht hat.  Die Stimmung ist sehr entspannt, wird musikalisch durch Livegesang einer Sängerin und einem Pianospieler begleitet, welche einen Hit nach dem anderen spielen und hin und wieder gewisse Paare zum Tanzen bringen.
An unserem letzten Tag (Samstag, 14.03.2020) frühstücken wir wieder im Sommet. Das hervorragende Buffet bestätigt auch am zweiten Tag die super Qualität an frischen Produkten von Fleisch, Käse, Gemüse bis zu den Früchten. Vor dem Check-Out um 12.00 Uhr haben wir noch um 10.00 Uhr ein 60-minütiges Treatment im Six Senses Spa. Das spezielle an der Massage ist, dass diese durch diverse Klänge begleitet wird.Die einzigartige Wellnessoase wurde von asiatischen Traditionen inspiriert und schöpft ihre Energie aus der beeindruckenden Landschaft des Berner Oberlandes. Die weltweit anerkannten Behandlungen sprechen alle Sinne an. Die Innen- und Aussenpools im geschützten Bereich und die vom qualifizierten Fachpersonal entwickelten, einzigartigen Verfahren runden das umfangreiche Spa-Angebot ab, welches sich weit über die Grenzen der Schweiz hinaus einen Namen gemacht hat. Das Six Senses Spa lässt einen Hauch von Fernost in die Umgebung einfliessen und schafft eine Atmosphäre von Wärme und Geborgenheit. Zudem verfügt es auch über einen Hamam, individuelle Räume für Spezialbehandlungen wie Farbtherapie oder Colon-Hydrotherapie, sechs multifunktionale Räume, eine Salzhöhle, einen orientalischen Raum und eine Grotte.
Um 13.00 Uhr brechen wir auf, Richtung Zürich. Die letzten 3 Tage waren sehr intensiv und lehrreich. Wir haben diesen Ausflug trotz der Nervosität betreffend Corona-Virus sehr gut geniessen können. Dankeschön nochmals an das ganze „The Alpina Gstaad“ Team für den tollen Empfang!

Weitere Infos zum Hotel: Webseite „The Alpina Gstaad“

TEXT: Deniz Bektesevic
PHOTOS: zVg