Erwachsene Kinder zu Hause! Was nun? Um 1980 lebte nur gerade ein Fünftel der unter 25-Jährigen noch zu Hause. Zwanzig Jahre später sind es fast doppelt so viele. Und eine Studie aus dem Jahr 2004 zeigt: Vier von fünf Erwachsenen bleiben bis Mitte zwanzig bei ihren Eltern. Die Gründe für die Anhänglichkeit der Kinder werden im gesellschaftlichen Wandel vermutet. Zum einen hat sich das familiäre Rollenverständnis in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert. Generationenkonflikt? Das ist in vielen Familien heutzutage kein Thema mehr. Rebellierten noch in den Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts Jugendliche als Punks mit gefärbten Haaren, Irokesenschnitt und Sicherheitsnadeln im Gesicht gegen ihre spiessigen Eltern, so streben heutzutage viele junge Leute ein ähnliches Lebensmodell wie diese an und teilen mehr oder weniger die gleichen Werte und Einstellungen. Statt eines autoritären Erziehungsstils wird ein partnerschaftliches Verhältnis gepflegt…