Text: Deniz Bektesevic & Isabelle Diener

The Chedi Andermatt verführt und berührt nicht nur mit seinem Anderssein und dezentem Luxus, sondern begeistert Gäste mit unvergleichlichen Erlebnissen in der umliegenden Natur. Am Donnerstag, 09.08.2018 beginnen wir die Anreise nach Andermatt. Bereits bei der Ankunft wird die Luft frischer und die Temperaturen kühler. Unser Programm im „The Chedi Andermatt“ gestaltet sich straff. So beginnt um 11.45 Uhr eine E-Bike-Tour zur Feuerstelle Mur (Unteralp Tal), wo uns ein Picknick Lunch erwartet. Um 13.00 Uhr erhalten wir Besuch von Bänz Simmen. Zusammen mit dem lokalen Guide Bänz, begeben wir uns auf eine Wanderung, lernen die Flora der Andermatter Alpenwelt kennen und erfahren Wissenswertes zu den einzelnen Pflanzen. Da uns am Abend ein Kochkurs mit Armin Egli erwartet, nutzen wir diese Gelegenheit und sammeln Kräuter, mit welchen wir unseren eigenen Pesto zubereiten werden. Bevor wir zum Abendessen schreiten, dürfen wir im verglasten, fünf Meter hohen „The Wine and Cheese Cellar“ an einem Wine and Chees Tasting teilnehmen.Anschliessend erhalten wir von Sonja Gübeli eine Hotelführung und tauchen ein in die einmalige Welt des 5-Sterne-Deluxe-Hotels.

Der abwechslungsreiche Tag endet mit einem Dinner im „The Restaurant“. Das ausgezeichnete Menü wurde aus vier verschiedenen, stilvoll gestalteten Atelierküchen mit asiatischen und europäischen Gerichten, zubereitet. „The Restaurant“ ist mit 15 GaultMillau-Punkten ausgezeichnet und begeistert nicht nur durch seine exzellente Küche, sondern auch mit seinem einzigartigen Ambiente.

Am nächsten Tag verlassen wir das Hotelgelände und begeben uns zur Musenalp (Isenthal NW). Das Motto lautet „Make your own Alpine cheese“. Mit der Seilbahn „Chlital-Musenalp“ gelangen wir zum Bergrestaurant Musenalp im Isenthal. Als besonders Highlight käsen wir unser eigenes „Mutschli“ im Chupferchessi über dem Holzfeuer.

Die Schweiz und sein Käse sind eine grosse Liebe

Gesamtschweizerisch betrachtet, wird 1/3 aller produzierten Milch zu Käse verarbeitet. Die Berggebiete tragen also einen grossen Anteil an der Lebensmittelversorgung der Schweiz. Allerdings sind die Strukturen in den Bergen sehr klein. Die meisten Höfe und Alpen sind Familienbetriebe. Überleben können Bauernbetriebe in den Bergen v.a., weil sie Alpen besitzen, auf die sie ihr Vieh im Sommer treiben können. Die Bergbauern folgen dabei der Vegetation, die mit der zunehmenden Sommerwärme immer höhere Gebiete als Weideland nutzbar macht. Bergbauern werden somit zu Nomaden, welche je nach Jahreszeit mit der ganzen Familie und dem Vieh auf immer höher gelegene Alpen und Stafel ziehen. Der Schulweg der Kinder wird dabei immer länger und beschwerlicher und die Milch findet den Weg ins Tal nur noch in Form von Berg- oder Alpkäse. Käse stellt somit für die Bergbauern zwei überlebenswichtige Dinge dar: Erstens ist es eine Konservierungsmethode für ihr Hauptprodukt „Die täglich von den Kühen produzierte Milch“. Zweitens ermöglicht der Verkauf von Käse eine höhere Wertschöpfung, weil der Preis von Berg- oder Alpkäse viel höher ist als jener von Rohmilch.