Wie wohnt und schläft es sich im Hauptbahnhof Zürich? Carlo Badini, der Gründer der Interior Design-Plattform Pabio, wagt das Experiment: Vom 11. bis 15. September 2022 verbringt er Tag und Nacht im Bahnhof. Dies in einem von Pabio gestalteten Wohnraum. So gibt er seiner Vision Raum: Schöne, nachhaltige und erschwingliche Wohnerlebnisse für alle zu gestalten

Wieso der Gründer von Pabio, Carlo Badini, fast eine Woche im Hauptbahnhof Zürich wohnt, isst und auch übernachtet? In einem von Pabio eingerichteten Wohn- und Schlafzimmer inmitten der grossen, hektischen, lauten Bahnhofshalle?  Innovative und nachhaltige Art von Wohndesign
Zum ersten, weil die Einrichtungs-Plattform Pabio beweisen will, dass sie aus jedem Raum ein Zuhause mit Wohlfühl-Ambiente gestalten kann. Zum zweiten: Das Schweizer Start-up geht generell innovative Wege. Es bietet nämlich Wohndesign zum Mieten statt zum Kaufen an. So kann man sich über die Plattform ganze Räume oder die gesamte Wohnung von professionellen Innenarchitekten individuell einrichten lassen. Für die Designermöbel zahlt man die Miete im Monatsabo. Nach Ablauf des Abos kann man diese kaufen oder zurückgeben. Das Konzept ist bequem, nachhaltig und erschwinglich.Wohnen und Schlafen im Bahnhof als Challenge
In der Bahnhofshalle Zürich zeigt Pabio nun ein 10 x 10 Meter grosses Showroom von stilvollem Innendesign. Der temporäre Wohn- und Schlafraum ist aber weit mehr. Er wird Carlo Bandini fast eine Woche lang Tag und Nacht als Zuhause dienen. Hier wird der 31-Jährige essen, schlafen, sich mit Passanten unterhalten, Fragen beantworten, Gäste einladen. “Ich habe mir den grössten Bahnhof der Schweiz mit 438’000 täglichen Passanten bewusst als Challenge ausgesucht”, sagt der Jungunternehmer: “Denn ich will beweisen, dass wir mit einem durchdachten, kohärenten Design jeden Raum zum komfortablen Wohnraum machen können. Sogar in einem als unpersönlich geltenden Unort wie einen Bahnhof.”

Nachhaltige Alternative zu Fast Furniture
Die Gesellschaft verändern, das will der Pabio-Gründer tatsächlich. Er wünscht sich ein Umdenken beim Möbelkauf: “Mit Pabio erhält man eine umweltfreundliche Alternative zu Fast Furniture. Nachhaltigkeit ist tief in unserem Business-Model verankert. Es geht uns nicht darum, möglichst viele Möbel an möglichst viele Kunden zu verkaufen. Im Gegenteil. Wir wollen möglichst viele hochwertige und langlebige Designmöbel an möglichst viele Kunden möglichst lang vermieten.” – Die Idee überzeugte sogar Investoren aus der Schweiz, Europa und dem Sillicon Valley. So ist Pabio eines der ersten Schweizer Startups überhaupt, das vom Y Combinator – dem renommiertesten Startup Accelerator der Welt – mit 3.5 Mio. gefördert wird.

Vom Eigenbedarf zum Millionen Startup
Was Carlo Badini dazu bewogen hat, eine Einrichtungsplattform zu gründen? “Pabio ist aus einem eigenen Bedürfnis entstanden. Wir wollten in eine neue Wohnung umziehen und uns ein Interior Design leisten. Denn eine schöne Wohneinrichtung ist mir extrem wichtig. Allerdings wäre der Service des Innenarchitekten und dann auch der Einkauf der Möbel für uns zu teuer gewesen.” So wurde die Idee geboren. Bei Pabio ist das Einrichtungskonzept kostenlos. Hohe Anschaffungskosten für eigene Möbel fallen weg. Bezahlt wird nur ein preislich attraktives Monatsabo. Die Vision wird Realität: Schöne, nachhaltige und erschwingliche Wohnerlebnisse für alle zu gestalten.

Einladung zu Pabio im Bahnhof Zürich
Carlo Badini freut sich über Besuche vor Ort.

  • Zeitraum: 11. bis 15. September 2022
  • Wo: In der Bahnhofshalle Zürich, unter dem Engel von Niki de Saint Phalle