Der Schmuck einer Frau sollte so vielfältig sein wie sie selbst», sagt Réjane Rosenberger über ihre eigene Schmuckkollektionen. Wie sie per Zufall zu Ihrer Leidenschaft fand und diese zum Beruf machte, erzählt uns die Zürcher Schmuckdesignerin im folgenden Interview:

Wie entstand der Brand «Réjane Rosenberger» und was war die Inspiration?
Es war purer Zufall! Auf einer Reise nach Paris bin ich durch die Stadt flaniert und habe in einer Gasse einen Mann aus Afghanistan entdeckt, welcher wunderschönen Silberschmuck verkaufte. Schmuck in dieser Art, habe ich zuvor noch nie gesehen und ich war sofort fasziniert. Also habe ich gleich 10 Teile gekauft, welche ich in die Schweiz mitgenommen habe. Diese Teile inspirierten mich so sehr, dass ich begann mich intensiv mit der Herkunft und der Geschichte des Schmuckes zu befassen. Ich habe dann die Materialien gekauft und habe angefangen den Schmuck selber zu kreieren. Diesen Schmuck habe ich zuerst nur in meinem Freundeskreis verkauft. Die Resonanz war derart gut, dass ich beschlossen habe, eine Vernissage zu machen. Ich habe dann den Mann aus Afghanistan gefragt, ob er mir weitere Teile verkaufen würde. Nachdem er eingewilligt hat und ich die Teile bekommen habe, habe ich sie verarbeitet und anlässlich einer Vernissage ausgestellt. Die Ausstellung war innert kurzer Zeit ausverkauft. So hat alles angefangen.

Wann war der Moment, als du entschieden hast das «Réjane Rosenberger» auch einen Laden haben sollte?
Nach der Trennung von meinem Mann, bin ich nach Küsnacht in ein uraltes Haus gezogen. Das Haus verfügte über eine Garage, welche zu klein war um ein Auto zu parkieren, jedoch die perfekte Grösse für ein Atelier hatte. Dort haben wir zuerst die einzelnen Stücke produziert und diese dann im Onlineshop und an ein paar externe Läden verkauft. Ich habe dann aber ziemlich schnell bemerkt, dass für die Kunden die persönliche Beratung sehr wichtig ist. Also entstand bald im kleinen Atelier in Küsnacht auch ein kleiner Shop.

Dieser wuchs ja auch ziemlich schnell und wurde ein richtiger Erfolg.
Absolut! Am Anfang war er klein und man musste fast aus der Gegend sein, um ihn zu kennen. Der Shop war in der Garage eines Privathauses und hatte einen separaten Eingang. Mit der Zeit nahmen wir auch ein paar externe Brands auf, die noch nicht so bekannt waren. Dies gab dem Shop etwas Exklusives, weshalb der Shop auch schnell ein «Insider» wurde.

Bald kam auch Fashion zum Brand dazu. Was war hier deine Inspiration?
Elle Macpherson ist ganz klar meine Muse und Inspiration. Ihre Art, ihr unkomplizierter Stil und wie sie mit dem «Älterwerden» umgeht, finde ich sehr beispielhaft und inspirierend.

Die letzten 2 Jahre waren ziemlich speziell und haben uns im Kontakt und Umgang mit Menschen stark beeinflusst. Genau dieser ist aber sehr wichtig für dich und deinen Brand. Wie stark hat sich «Réjane Rosenberger» in dieser Zeit geändert und entwickelt?
Sicher hat uns der Onlineshop über die Pandemiezeit stark geholfen. Wir hatten das Glück, dass dieser schon ziemlich gut eingerichtet war und wir diesen weiter ausbauen konnten. Während dem Lockdown hatten wir aber auch Zeit uns zu überlegen, welche weiteren Brands (im Lifestyle Bereich) wir dazu holen möchten. Diese Brands wurden dann regelmässig unserer Kundschaft (in einem Newsletter) vorgestellt.

Und wie geht es jetzt weiter mit «Réjane Rosenberger»?
Ich wünsche mir, dass es mit dem Brand und die Kollektionen weiterhin so gut läuft und diese von unserer Kundschaft mit der gleichen Resonanz aufgenommen werden. Wir wollen nach wie vor die besten und exklusivsten Stücke für unsere Kunden aussuchen und Schmuck und Fashion anbieten, die es in der Schweiz noch nicht gibt oder, welche hier noch wenig bekannt ist. Wir wollen keine Mainstream-Brands in unser Konzept integrieren, sondern unserer Kundschaft die kleinen Perlen der Welt vorstellen.