Das neue Restaurant „Zur Werkstatt“ bietet Gastronomie zum Geniessen und Selbermachen

Mit der Eröffnung des Restaurants „Zur Werkstatt“ wird die Zürcher Gastronomie um eine Attraktion reicher. Auf der Gleistribüne an der Zollstrasse 37 kommen nicht nur Geniesser, sondern auch Hobbyköche und Cocktail-Fans auf ihre Kosten. Aber damit nicht genug: Mit einer eigenen Käserei zeigen die kreativen Gastronomen, wie Milchprodukte entstehen.

Direkt am Gleis 18 mitten in Zürich hat eine ganz besondere Werkstatt ihren Betrieb aufgenommen. Wie es sich für eine echte Werkstatt gehört, werden dort jeden Tag aussergewöhnliche Ideen umgesetzt. Statt um Holz oder Metall dreht sich in dieser Werkstatt jedoch alles ums Essen und Trinken. Und wie es der für ein Restaurant typische Zusatz „Zur“ schon sagt: Das hier ist eine Genuss-Werkstatt!

Designküche statt Industrieflair
„In der neuen Überbauung Gleistribüne der SBB entsteht ein Angebot, das vielfältiger nicht sein könnte“, erklärt die Unternehmerin Simone Müller-Staubli. Ab sofort werden in der Werkstatt vor den Augen der Gäste mittags, abends und zum Brunch frische Gerichte zubereitet und in der Designküche gekocht. Zu den Highlights gehört beispielsweise das „Werkstatt-Menu“, das jeden Abend serviert wird. Der dazugehörige Haussalat kommt aus der Werkzeugkiste, der Hauptgang wird direkt in der Pfanne auf dem Tisch präsentiert und kann durch weitere Gänge beliebig ergänzt werden.

Dank der einzigartigen Nähe zur Küche wissen die Gäste immer genau, welche frischen Zutaten für ihr Gericht verwendet und wie diese zubereitet werden. „Bei uns kommt nur auf den Tisch, was uns selbst auch Freude macht“, erklärt Gastgeber Thomas Nussbaumer die Philosophie.

Brunch aus der Werkzeugkiste und Zmittag „wie zuhause“
Frisch zubereitet, kreativ interpretiert und anders präsentiert – das ist die unverkennbare Handschrift des Konzeptes, das in Luzern seit drei Jahren sehr erfolgreich umgesetzt wird. Diese Devise gilt auch beim Brunch, der am Wochenende (Sa & So) zum Verweilen einlädt. Nach dem Start mit dem Zmorge aus der Brunchkiste warten in der Werkstattküche eine reichhaltige Auswahl an Frühstücksspezialitäten und Eierspeisen, wie im Grandhotel an der Kochstation für jeden Gast frisch zubereitet.


Damit auch am Mittag keine Langeweile aufkommt, steht jeder Wochentag unter einem anderen Motto. Zum Wochenstart gibt’s ein Menu „fürs gute Gewissen“, am Dienstag isst man „wie bei Mama“, danach folgt die „mediterrane Wochenmitte“ usw. Wie zuhause wird das Hauptgericht in der Werkstatt direkt am Herd geholt – und natürlich gilt: Nachschöpfen erlaubt.

Koch-Dinner, Cocktail-Werkstatt oder Werkstatt-Party
Wer nicht nur geniessen, sondern auch selber mitgestalten möchte, kann in der Werkstatt seine Kreativität ausleben. Die Workshops tragen klangvolle Titel wie Koch-Dinner, Cocktail-Werkstatt oder Werkstatt-Party. Nebst gemeinsamem Kochen in der eigens dafür eingerichteten Küche dürfen die Gäste unter Anleitung des Barkeepers ihre eigenen Cocktails mixen oder eine ausgelassene Küchen-Party feiern.

Milchprodukte aus der eigenen Käserei
Aber damit nicht genug, die Gastgeber bereichern die Zürcher Gastronomie mit einer Innovation. „Es wäre schade, sich nur auf die Verwendung von Produkten zu konzentrieren, mindestens so spannend ist es zu entdecken, wie diese entstehen, und so haben wir eine Käserei gebaut“, erzählt Simone Müller-Staubli über die Entstehung dieser aussergewöhnlichen Idee. Butter, Käse, Rahm, Ricotta, Joghurt … vieles, was in der Küche hergestellt oder an der Bar zubereitet wird, enthält Milchprodukte. Das Handwerk des „Chäsers“ fasziniert und deshalb möchten die Gastronomen diese Leidenschaft mit ihren Gästen teilen.

Nebst der Käserei hat das Restaurant sogar zwei Reifekeller – Einblick in einen davon erhält man als Gast direkt vom Restaurant aus. Hier lagern hausgemachte Käsesorten von Frisch- bis Hartkäse aus Ziegen-, Kuh-, Schafs- und Büffelmilch. Ergänzt wird das Sortiment durch eigene Joghurts, frische Butter und vieles mehr. Eines ist sicher, die Käseproduktion hat in der Schweiz Tradition und benötigt fundiertes Fachwissen, Fingerspitzengefühl und Freude am Beruf. Dies bringen der „Chäser“ und Roland Lobsiger, der das Projekt begleitet, als erfahrene Milchtechnologen und Affineure mit. Vom Dicklegen über das Salzbad bis hin zur Reifung im eigenen Keller können interessierte Gäste die Schritte der Käseproduktion in Form eines Workshops hautnah erleben und ihr eigenes „Mutschli“ herstellen. Wenn die Molkereiprodukte schmecken, können diese aus der Vitrine für den Verzehr zuhause gleich mitgenommen werden. „Unser Angebot ist so individuell wie die Ideen unserer Gäste“, sagt Thomas Nussbaumer, der auch ausgebildeter Barkeeper ist. „Ob Geschäfts- oder Privatanlass, Essen oder Trinken, Koch-Dinner oder Werkstatt-Party: Bei uns hat alles Platz.“ Denn eines ist klar: Gemeinsam machen und geniessen verbindet – und genau das macht den Besuch im Restaurant „Zur Werkstatt“ zu einem einzigartigen Erlebnis.