Wegen seines rabiaten Aussehens, einem Vollbart und langen Haaren, hat er unter anderem den Spitznamen Höhlenmensch bekommen. Sein optisches Wirken und seine Auftritte in der Öffentlichkeit brachten ihm auch ausserhalb des Sports eine grosse Bekanntheit und zahlreiche Werbeverträge ein.

Der 1,91 Meter grosse und 115 Kilogramm schwere Chabal ist mit dem Vollbart und den langen Haaren die optische Antithese zum französischen Gentleman in Frack und Zwirn. Gerade deshalb ist der ehemalige Nationalspieler in Frankreich eine Ikone. Dass er seinen Rücktritt vom Profisport gab, trifft die Franzosen im Herzen, seine Gegner auf dem Spielfeld hingegen konnten aufatmen. Der 39-jährige Franzose ist für seine (sogar für Rugby-Verhältnisse) brutale Spielweise bekannt.

Für die französische Nationalmannschaft absolvierte Chabal zwischen 2000 und 2011 62 Länderspiele. 2007 und 2010 gewann er mit dem Team die Six Nations. Seine internationale Karriere lancierte er 2004 mit dem Wechsel zum englischen Premiership-Team Sale Sharks.

2009 kehrte Chabal nach Frankreich zurück und spielte fortan für den Pariser Traditionsverein Racing Métro 92. Nach einem kurzen Intermezzo in Australien spielte er ab 2012 für den französischen Zweitligaverein Lyon OU, mit dem er in dieser Saison den Aufstieg erreicht hat.

Nach Meinungsverschiedenheiten mit Pierre Berbizier, dem Trainer von Racing Métro 92, verliess Chabal vorzeitig die Top 14, um 2012 für kurze Zeit beim australischen Verein Balmain RC zu gastieren.

In der Saison 2012/13 unterschrieb er einen Vertrag beim zuvor in die Pro D2, die zweite Profiliga Frankreichs, abgestiegenen Verein Lyon OU. Anfang Mai 2014 beendete er seine Profi-Karriere.

 

FOTO: Clément Bucco-Lechat

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