Edward Joseph Snowden ein amerikanischer Patriot arbeitete für die CIA und NSA. Als er erkannte, dass diese Organisationen Daten über die gesamte Bevölkerung sammelten – anstatt gezielte Überwachungen vorzunehmen, um die Sicherheit zu garantieren – empfand er es als seine Pflicht die Öffentlichkeit zu informieren. 2013 übergab er seine gesammelten Beweise drei Journalisten, welche diese Geschichte enthüllten. Seit diesem Tag kann Ed Snowden nicht mehr in seine Heimat zurück und geniesst Asyl in Moskau.

Schnell formten sich zwei Lager: Ist er ein Held oder ein Verräter? Für den Oscar prämierten Regisseur Oliver Stone (70) ist dies völlig irrelevant. In erster Linie ist er ein Mensch. Genau dieses menschliche will er in seinem Film «SNOWDEN» zeigen. Dafür reiste er neunmal nach Moskau um Snowden kennenzulernen und seine Geschichte zu erfahren. Der 135-minütige Film zeigt wie Snowden zu seiner Tätigkeit im Geheimdienst kommt, seine Liebesbeziehung mit Lindsay Mills und wechselt immer zwischen der Zeit kurz vor der Veröffentlichung und den wichtigen Passagen seiner Zeit im Geheimdienst. Fesselnd von Beginn mit Humor aber auch traurigen Sequenzen erzählt Stone wie vom überzeugten Amerikaner ein Whistleblower wurde.

PHOTO: Pathe

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Warum nach Stones Meinung Snowden immer noch ein Patriot ist, ob er nie Angst hat ins Visier der US-Regierung zu kommen und wie wichtig ihm die Demokratie ist, erläutert er im Interview.

Hattest du keine Angst ins Visier der Regierung zu geraten?

Doch sicher. Aber es ist mein Schicksal solche Geschichten zu verfilmen und der Öffentlichkeit die Wahrheit aufzuzeigen. Ich denke, es gibt sicher eine Akte über mich. Aber ich hoffe, diese Organisationen verschwenden nicht ihre Zeit mit meiner Überwachung.

Diese Angst hat dich nie daran gehindert mit solchen Filmen aufzuhören?

Nein, um Himmelswillen. Ich kann ja nichts Anderes (lacht).

(Das vollständige Interview erscheint im Januar im BMQ Magazin und Online)